Eierfarben aus der Natur
Eierfärben mit Naturfarben: Pflanzen, Gewürze und Lebensmittel als Farbstoffe. Kindgerechte Experimente für neugierige Entdeckerinnen und Entdecker.
Beim Färben mit Naturfarben entdecken Kinder, wie Farben aus Pflanzen, Gewürzen und Lebensmitteln entstehen. Zuerst werden die Eier etwa 30 Minuten in ein lauwarmes Essigbad gelegt. Dadurch öffnen sich die feinen Poren der Schale und die Farbe haftet besser. Anschließend werden die Eier in einem Sud aus Pflanzenmaterial gekocht. Pro Liter Wasser kommen etwa zehn Esslöffel Essig hinzu.
Viele Naturmaterialien eignen sich zum Färben: Kamille, Kümmel, Kurkuma oder Safran ergeben Gelbtöne. Rooibostee, Kakao oder Fencheltee färben beige. Zwiebelschalen, schwarzer Tee und Kaffee sorgen für warme Brauntöne. Rote‑Bete‑Saft färbt rosa, klein geschnittener Rotkohl violett. Holundersaft ergibt Blau, Spinat oder Brennnesseln ein zartes Hellgrün. Für besonders kräftige Farben legt man die Eier nach dem Kochen noch einmal einige Stunden in den kalten Sud.
Spannend ist es, die Ergebnisse zu vergleichen: Welche Farbe ist am kräftigsten geworden? Welche Eier haben nur einen leichten Schimmer? Kinder können ihre Beobachtungen beschreiben oder aufmalen und so kleine „Farb-Forscherinnen und Forscher“ werden.
Mit größeren Kindern lassen sich außerdem Fragen erforschen: Färbt frischer Rotkohl besser als Rotkohl aus dem Glas? Welche Teesorten ergeben die schönsten Farben? Funktioniert Färben auch mit Gewürzen wie Paprika oder Curry? So wird das Eierfärben zu einem kleinen Natur‑Labor, in dem Kinder spielerisch lernen, wie Pflanzen Farbstoffe abgeben, wie sich Farben verändern und dass die Natur voller bunter Überraschungen steckt.
