In der Eierfärberei zu Ostern
Eierfärben gehört seit sehr langer Zeit zu den beliebtesten Ostertraditionen. Schon in alten Frühlingsfesten spielten Eier eine wichtige Rolle. Damals glaubten die Menschen in Europa an viele Götter und feierten das Erwachen der Natur. Das Ei galt als Symbol für neues Leben, Fruchtbarkeit und den Beginn des Frühlings. Später übernahmen auch Christinnen und Christen das Ei als Zeichen der Auferstehung Jesu. So wurde das bunte Osterei zu einem festen Bestandteil des Osterfestes.
Damit das Färben gut gelingt, sollten die Eier vor dem Start gründlich gereinigt und auf kleine Risse überprüft werden. Künstliche Lebensmittelfarben aus Supermarkt, Drogerie oder Apotheke gelten für gesunde Menschen als unbedenklich. Auch wenn etwas Farbe durch feine Risse ins Eiweiß gelangt, kann das Ei gegessen werden. Menschen mit Allergien sollten jedoch auf bestimmte Farbstoffe achten, zum Beispiel E 122 oder E 151.
Wichtig ist außerdem Hygiene in der Küche. Rohe Eier können Salmonellen enthalten, deshalb sollten Hände, Arbeitsflächen und Küchenutensilien vor und nach dem Färben gründlich gereinigt werden. Hart gekochte Eier sind lange haltbar. Wenn die Schale unbeschädigt ist, können sie bis zu drei Wochen aufbewahrt werden.
Zum Färben eignen sich Marmeladengläser, Joghurtbecher oder Keramikbecher. Beim Umgang mit heißem Wasser oder Wasserdampf besteht Verbrühungsgefahr, deshalb sollten Kinder immer unter Aufsicht eines Erwachsenen arbeiten. Auf weißen Eiern wirken Farben besonders kräftig, auf braunen entstehen warme Erdtöne.
Mit Zitronensaft lassen sich helle Muster auf die Schale malen. Pflanzenblätter oder Papierformen können auf die Eier gelegt werden, um schöne Abdrücke zu erzeugen. Abziehbilder oder Serviettenmotive lassen sich ebenfalls gut verwenden. Nach dem Färben sorgt ein wenig Speiseöl für einen schönen Glanz.
Mehr zum bunten Eierspaß erfährst Du hier.
Das Färben mit Naturstoffen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch ein spannendes Experiment.
